Katzenbetreuung bei der Katzengesellschaft: Ablauf und System

März 2026

Katzenverstand ist der Fachblog der Katzengesellschaft mbH.

Autorin: Corina Käsler - Geschäftsführerin der Katzengesellschaft mbH und verantwortlich für die inhaltliche Konzeption und redaktionelle Ausrichtung des Fachblogs „Katzenverstand“.

Der Moment der Anfrage

Wer zum ersten Mal eine Katzenbetreuung sucht, sucht in der Regel keine komplizierte Lösung. Es geht um etwas sehr Grundsätzliches: um Verlässlichkeit. Um das Gefühl, dass sich jemand kümmert, dass Dinge funktionieren und dass man sich nicht zusätzlich Sorgen machen muss, während man eigentlich unterwegs ist.

Genau dieses Gefühl entscheidet sich oft sehr früh. Nicht erst während der Betreuung, sondern bereits im Moment der Anfrage.

Bei der Katzengesellschaft beginnt dieser Prozess in dem Augenblick, in dem eine Anfrage eingeht. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Weg sie uns erreicht – ob über die Website, telefonisch, per WhatsApp oder per E-Mail. Jede Anfrage wird unmittelbar gesehen und, falls sie nicht direkt über das Buchungssystem kommt, sofort dort erfasst. Es gibt kein Sammeln, kein späteres Nachtragen. In der Regel passiert das innerhalb derselben Minute.

Doch entscheidend ist weniger die Geschwindigkeit an sich als das, was daraus folgt.

Wie aus einer Anfrage eine Zusage wird

Sobald die Anfrage im System ist, wird sie direkt mit dem Team der Katzengesellschaft abgeglichen. Auf einer Karte sehen wir sofort, welcher Sitter geografisch am nächsten ist und zeitlich passt. Die Abstimmung erfolgt unmittelbar über unsere internen Kommunikationswege, sodass in der Regel innerhalb weniger Minuten eine Rückmeldung möglich ist.

Sollte sich ein Auftrag nicht direkt einer einzelnen Person zuordnen lassen, wird er im Team der jeweiligen Stadt abgestimmt. Auch dort meldet sich fast immer sehr schnell jemand – häufig sogar mehrere, aus denen ausgewählt werden kann.

Für den Kunden entsteht daraus etwas sehr Einfaches: eine klare Rückmeldung. Nicht irgendwann, sondern zeitnah. Nicht vage, sondern konkret. In vielen Fällen vergehen zwischen Anfrage und Zusage nur wenige Minuten.

Sobald ein Sitter feststeht, wird die Betreuung unmittelbar bestätigt – je nach Situation telefonisch oder per WhatsApp, außerhalb der Kernzeiten per E-Mail. Auch die nächsten Schritte folgen ohne Verzögerung. Neukunden erhalten einen Rahmenvertrag und ein konkretes Angebot, Bestandskunden direkt ein Angebot. Beides wird innerhalb weniger Minuten erstellt und kann unkompliziert per Link angenommen werden.

Verbindlichkeit, die nicht nur organisiert ist

Ein wesentlicher Teil unserer Arbeitsweise liegt in einem Bereich, der für viele Kunden zunächst unsichtbar ist: der klaren arbeitsrechtlichen und organisatorischen Struktur im Hintergrund.

All Katzengesellschaft sitters are employed. They are selected through a personal process, including interviews and onboarding into our procedures, expectations, and system.

Sobald ein Kunde einen Auftrag bestätigt – also Rahmenvertrag und Angebot, beziehungsweise bei Bestandskunden nur das Angebot, online annimmt – entsteht daraus nicht nur eine organisatorische Planung, sondern auch ein klar definierter Auftrag.

Der Auftrag wird dem zuständigen Sitter verbindlich zugewiesen und von ihm aktiv bestätigt. Dadurch ist für alle Beteiligten klar geregelt, wann welche Leistungen erbracht werden.

Auch der Kennenlerntermin ist dabei kein unverbindliches Vorgespräch, sondern ein fester Bestandteil dieses Auftrags. Er wird zwischen Kunde, Sitter und Zentrale abgestimmt und ist sowohl Teil der Leistung gegenüber dem Kunden als auch Teil des Auftrags für den Sitter.

Diese Klarheit wirkt im Hintergrund – aber sie ist ein wesentlicher Grund dafür, warum Abläufe verlässlich funktionieren und Verantwortung eindeutig zugeordnet ist.

Das Kennenlernen als Grundlage

Mit dem Kennenlernen beginnt die eigentliche Betreuung – und zugleich einer der wichtigsten Momente im gesamten Ablauf. Denn hier entscheidet sich, ob aus einer strukturierten Organisation auch tatsächlich eine verlässliche Betreuung wird.

Die Sitter der Katzengesellschaft führen dieses Treffen anhand strukturierter Checklisten. In einer neuen Umgebung sind es selten die großen Dinge, die später zu Problemen führen, sondern die kleinen Details, die im Alltag plötzlich relevant werden.

Natürlich geht es um Futter, Routinen und das Katzenklo. Aber genauso auch um Fragen, die oft erst dann auffallen, wenn sie nicht geklärt sind: Wo befindet sich der Müllraum? Wo ist der Sicherungskasten? Soll Post entgegengenommen oder Pflanzen gegossen werden? Wie funktionieren Schlösser oder Zugangssysteme? Gibt es weitere Personen mit Zugang zur Wohnung?

Nach dem Kennenlernen holen wir bewusst Rückmeldung ein – sowohl vom Kunden als auch vom Sitter. Dabei geht es nicht nur um organisatorische Fragen, sondern vor allem darum, ob sich die Betreuung für beide Seiten stimmig anfühlt.

Sollte sich zeigen, dass die Chemie nicht passt, organisieren wir einen weiteren Kennenlerntermin mit einer anderen Sitterin oder einem anderen Sitter – ohne zusätzliche Kosten für den Kunden.

Alle Informationen werden dokumentiert und zentral hinterlegt. Ergänzt wird dies durch alle relevanten Daten zur Katze – von Futter über Verhalten bis hin zu Medikamenten. Zusätzlich werden Bilder gespeichert, sodass jederzeit klar ist, welches Tier gemeint ist.

Kunden können diese Daten jederzeit einsehen und aktualisieren. So bleibt die Grundlage der Betreuung immer aktuell.

Der eigentliche Wert zeigt sich, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert: Eine Betreuung kann jederzeit übernommen werden, ohne Informationsverlust.

Wenn etwas anders läuft als geplant

Ein Beispiel aus dem Alltag macht das greifbar: Eine laufende Betreuung bei einer Stammkundin war bereits organisiert, nachdem ihre gewohnte Sitterin nicht verfügbar war. Für den nächsten Morgen war ein Kennenlerntermin mit einem Ersatzsitter geplant – inklusive der anschließenden Betreuung. Am Vorabend musste auch dieser kurzfristig absagen.

Innerhalb weniger Minuten wurde erneut Ersatz gefunden. Alle Informationen waren bereits im System hinterlegt, sodass sowohl der Kennenlerntermin als auch die anschließende Betreuung nahtlos übernommen werden konnten. Für die Kundin änderte sich im Grunde nur der Name.

Doch nicht alle Situationen sind kurzfristige Ausnahmen. Viele zeigen sich erst im Alltag.

Eine unserer Kundinnen ist über neunzig Jahre alt und lebt mit ihrer siebzehnjährigen Katze. Sie konnte das Katzenklo nicht mehr regelmäßig reinigen, und die Katze begann, unsauber zu werden. Durch eine dauerhaft organisierte Betreuung – einmal täglich – wurde diese Situation Schritt für Schritt stabilisiert. Eine Sitterin kommt, reinigt das Katzenklo, kümmert sich um den Futterplatz und nimmt sich Zeit für die Katze. Inzwischen ist sie wieder sauber und deutlich entspannter. Gleichzeitig ist aus der Betreuung auch ein sozialer Kontakt geworden: Die Kundin freut sich über die Gespräche mit unseren Sitterinnen. Da sich eine solche Betreuung nicht dauerhaft mit nur einer Person abbilden lässt, sind hier zwei Sitterinnen im Wechsel im Einsatz.

Ein anderes Beispiel ist ein berufstätiges Ehepaar, das regelmäßig auf Dienstreisen ist und auch kurzfristig Betreuung für ihre beiden Katzen benötigt. Um diese Flexibilität dauerhaft gewährleisten zu können, sind auch hier zwei Sitterinnen eingebunden. So können selbst spontane Anfragen zuverlässig abgedeckt werden, ohne dass die Betreuung ins Stocken gerät.

Auch längere, ungeplante Situationen lassen sich auf diese Weise auffangen. So wurde der zweiwöchige Krankenhausaufenthalt einer älteren Kundin zunächst von einem Sitter vollständig übernommen. Als sich im Anschluss eine dreiwöchige Reha anschloss, konnte er die Betreuung nicht weiterführen. Eine zweite Sitterin hat nahtlos übernommen. Der Schlüsseltransfer wurde intern organisiert, und da der Zeitraum insgesamt deutlich länger war als ursprünglich geplant, wurde auch die Versorgung mit Futter übernommen.

Diese Beispiele wirken bewusst unspektakulär. Und genau darin liegt ihre Aussage: Betreuung bedeutet nicht nur, dass alles funktioniert, wenn alles nach Plan läuft. Sondern vor allem, dass es weiterläuft, wenn sich Pläne verändern.

Während der Betreuung

Während der Betreuung bleibt der Kontakt nicht nur bestehen, sondern ist bewusst Teil des Ablaufs. Nach jedem einzelnen Besuch erhält der Kunde eine Rückmeldung – in der Regel ergänzt durch Bilder oder Videos der Katze. Gleichzeitig werden diese auch an die Zentrale übermittelt, sodass nicht nur der Kunde sieht, wie es der Katze geht, sondern auch intern jederzeit nachvollziehbar ist, dass alles wie geplant läuft.

Parallel dazu erfassen unsere Sitter ihre Einsatzzeiten direkt nach jedem Besuch im System. Dadurch ist dokumentiert, dass der Besuch zum vereinbarten Zeitpunkt stattgefunden hat. Sollte eine Zeiterfassung einmal fehlen, wird dies aktiv nachgehalten und geklärt.

Kommt es während der Betreuung zu Auffälligkeiten oder Unsicherheiten, melden sich die Sitter umgehend bei der Zentrale. Das kann medizinische Beobachtungen betreffen – etwa wenn eine Katze Krankheitsanzeichen zeigt – oder auch Situationen im Umfeld, beispielsweise wenn der Eindruck entsteht, dass jemand unbefugt Zugang zur Wohnung hatte.

Die weitere Vorgehensweise wird dann gemeinsam besprochen und zentral entschieden. So wird sichergestellt, dass Entscheidungen nicht unter Unsicherheit vor Ort getroffen werden müssen, sondern Verantwortung dort liegt, wo sie hingehört.

Verantwortung über das Ende hinaus

Auch nach dem letzten Besuch endet die Verantwortung nicht abrupt. Kunden werden gebeten, sich kurz zu melden, wenn sie wieder zu Hause sind. Erst wenn klar ist, dass die Rückkehr erfolgt ist, betrachten wir eine Betreuung als abgeschlossen.

Sollte sich die Rückkehr verzögern, wird die Betreuung selbstverständlich fortgeführt. Selbst wenn kein Schlüssel mehr verfügbar ist, finden wir gemeinsam eine Lösung – immer in enger Abstimmung.

Auch die Rückgabe des Schlüssels wird bewusst nachgehalten. Wir dokumentieren, wann, wie und wo der Schlüssel übergeben wurde – ob er in der Wohnung verbleibt, in den Briefkasten eingeworfen oder nach Absprache bei einem Nachbarn abgegeben wird.

Unsere bevorzugte Lösung ist die persönliche Rückgabe des Schlüssels, nachdem der Kunde wieder zu Hause ist. Nicht, um zusätzliche Leistungen zu berechnen – wir berechnen hier nur die Kosten, die notwendig sind, um den Sitter zu entlohnen –, sondern um sicherzustellen, dass im Fall einer ungeplanten Verzögerung weiterhin Zugang zur Wohnung und damit zur Katze besteht.

Nach Abschluss der Betreuung holen wir zudem Rückmeldung vom Kunden ein, ob alles wie gewünscht verlaufen ist. Erst danach wird die Rechnung erstellt. Diese kann – sofern der Kunde eine Steuererklärung macht und die entsprechenden Beträge noch nicht ausgeschöpft sind – als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden.

Was den Unterschied macht

Was viele Kunden überrascht, ist nicht ein einzelner Punkt. Es ist das Zusammenspiel: Geschwindigkeit, Struktur, Transparenz – und die Erfahrung, dass Betreuung nicht jedes Mal neu organisiert werden muss, sondern verlässlich funktioniert.

Am Ende lässt sich die Erfahrung oft einfach zusammenfassen: Es ist jemand da, der den Überblick behält – auch dann, wenn sich etwas ändert. Und der Verantwortung übernimmt, ohne dass der Kunde sie tragen muss.

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